
Unsere Geschichte
Es war einmal...
lles beginnt mit einem jungen Deutschen, der sich in der Schweiz niederlässt, einer ideenreichen Italienerin an seiner Seite und einer alten Senffabrik am Fusse der Waadtländer Alpen. Mehr als ein Jahrhundert und vier Generationen später pflegt das Haus Reitzel noch immer dieselbe Leidenschaft für Handwerkskunst und Know-how – heute mit Gemüse aus unseren Schweizer Feldern und vielem mehr
1909 – Die Anfänge in Aigle
Der aus Baden-Württemberg stammende Hugo Reitzel verlässt Deutschland, um sich in Lausanne niederzulassen. Dort begegnet er Aïda Frati italienischer Herkunft, die seine Ehefrau und die Mutter ihrer vier Kinder wird.
Mit 28 Jahren gründet er Reitzel & Cie und erwirbt das Gut Rochebord in Aigle: landwirtschaftliche Flächen und eine kleine Senffabrik. Hugo entscheidet sich, die Tätigkeit weiterzuführen, beginnend mit dem Aigler Senf, der seit dem 18. Jahrhundert einen hervorragenden Ruf geniesst.
1914–1940er Jahre – Von heimischen Feldern ins Einmachglas
Mitten im Ersten Weltkrieg beginnt das Unternehmen mit der Verarbeitung von Cornichons und Gemüse: Blumenkohl, Sellerie, Karotten, Zwiebeln und vieles mehr. Zunächst auf dem eigenen Gut angebaut, werden die Produkte später von Landwirten aus der Rhoneebene bezogen.
In den 1930er-Jahren werden Essiggemüse zur grossen Spezialität des Hauses. Die Idee soll auf Aïda zurückgehen, die sich von den sott’aceti ihrer italienischen Heimat inspirieren lässt.
Im Laufe der 1940er-Jahre gesellen sich die kleinen weissen Silberzwiebeln zu den Cornichons und werden ebenfalls zu Klassikern des Sortiments. Gleichzeitig bereichern neue Geschmacksrichtungen das Angebot.
1942–1970: Die Brüder Reitzel und die Entwicklung des Unternehmens
1942 übergibt Hugo das Unternehmen an seine Söhne, die es in Reitzel Frères umbenennen. Die beiden Brüder teilen sich die Aufgaben: Franz, während mehr als zwanzig Jahren Delegierter des Verwaltungsrats, legt die Strategie fest und entwickelt das Unternehmen in der Deutschschweiz weiter; Charles, Technischer Direktor, leitet die Produktion und das Geschäft in der Westschweiz.
Die 1950er-Jahre eröffnen neue Perspektiven: zunächst eine Partnerschaft mit dem französischen Senfhersteller Grey-Poupon, dann gegen Ende des Jahrzehnts der Beginn einer Zusammenarbeit mit Migros. Das Handwerk macht nach und nach der Industrie Platz.
1962 nimmt Reitzel in Aigle die erste Pasteurisierungslinie der Schweiz in Betrieb.
In den 1970er-Jahren übernimmt das Unternehmen die Aktivitäten von Aeschbach in Winterthur und errichtet in Aigle eine eigene Essigfabrik sowie eine Produktionsstätte für Saucen. Damit wird Reitzel zum ersten Hersteller verzehrfertiger Saucen der Schweiz.
1973–2010: Reitzel International
Von den 1980er- bis in die 2000er-Jahre wächst Reitzel über die Landesgrenzen hinaus: Durch die Übernahme von Unternehmen in Frankreich und die Gründung einer Tochtergesellschaft in Indien sichert das Unternehmen seine Versorgung mit Cornichons und baut seine internationale Präsenz aus.
Im Jahr 2010 tritt Olivier Camille in die Unternehmensgruppe ein und übernimmt die Leitung von Reitzel International. Dank seiner langjährigen Erfahrung in der Lebensmittelbranche begleitet er die internationale Weiterentwicklung der Gruppe.
2014–2017
Im Jahr 2014 gründet die Gruppe Reitzel Speciality Food in Bangalore. Gleichzeitig baut Hugo Reitzel Partnerschaften mit Schweizer Landwirten auf, um das Angebot an lokalen Produkten zu erweitern.
2016 übernimmt Stéphanie Reitzel Gray von ihrem Vater Philippe den Vorsitz des Unternehmens. Sie verkörpert die vierte Generation der Familie an der Spitze von Reitzel. Im selben Jahr erhält Hugo Reitzel die Fairtrade-Zertifizierung.
2017 wird die Produktlinie HUGO eingeführt, die mit Zutaten aus der Schweizer Landwirtschaft hergestellt wird.
2020-2026 :
Im Jahr 2020 eröffnet das Unternehmen auf seinem historischen Standort in Aigle seinen ersten Laden, den Hugo Shop. Dort findet man das gesamte Sortiment sowie Spezialitäten, die im Detailhandel nicht erhältlich sind und exklusiv im Geschäft verkauft werden.
Fairtrade? Fairtrade ist so etwas wie der grosse Beschützer der Landwirte: faire Preise, gute Arbeitsbedingungen und wehe dem, der schummelt!
JSP